Back to land….segeln ade

Februar 22nd, 2010

Beim Verlassen der Marina in Kusadasi, sehen wir so um die 30 FlĂŒchtlinge, welche am Boden sitzen und bewacht werden von bewaffneten Beamten. Vermutlich wurden sie daran gehindert illegal nach Griechenland auszureisen. Dies ist hier ein großes Problem, da Griechenland so nah ist. Ein trauriger Anblick.

 

Nochmals segeln wir nach Samos, da wir Besuch aus der Schweiz bekommen.

Hier verabschieden wir uns vom Basisleiter einer Charterfirma, dessen Nachfolger wir eigentlich im Herbst geworden wĂ€ren, aber nach langem ĂŒberlegen haben wir uns nun doch dagegen entschieden.

 

Mit unseren GĂ€sten segeln wir nach Arki und bleiben gleich 3 Tage, da das Oertchen einfach zauberhaft ist. Wir gehen an verschiedene Beaches, machen zu Fuß (anders ist es gar nicht möglich) Inselerkundungen und essen jeden Abend wie Könige.

 

Weiter geht’s zur Insel Maratho. Die Insel bietet, abgesehen vom netten Strand, eigentlich nichts außer drei Tavernen die sich gegenseitig das Leben schwer machen. Die ausgelegten Leinen der Mooringtonnen haben wir, wie alle andern auch, aufgenommen. Als die Fallböen immer stĂ€rker werden, driften wir etwa 30 Meter ab mitsamt der schweren Mooringtonne.

Kurz bevor wir ins Nachbarsschiff knallen, bemerke ich das Desaster. GlĂŒck gehabt.

Tristan geht zum Wirt, der verantwortlich ist fĂŒr die Mooringtonnen und erklĂ€rt ihm, dass die Dinger nicht halten. Der Typ antwortet unfreundlich, dass dies nicht sein Problem sei, wir seien ja freiwillig an die  Moorings gegangen
.Tja, das stimmt
.In Zukunft werden wir das Vertrauen wieder unserm BĂŒgelanker schenken.

 

Am nĂ€chsten Tag segeln wir zur Insel Lipsi, vor zwei Jahren waren wir schon mal hier.  Obwohl die Segelsaison dem Ende zugeht, ist die Hafenmauer innen und außen voll belegt. Schreckliche Böen machen uns das Anlegen schwer, doch Tristan hat die NISOS super im Griff und es klappt wunderbar. Im Restaurant Calypso ist die Bedienung noch genau so arrogant, faul und unfreundlich wie damals, wir gehen trotzdem dahin, weil das Internet gratis ist. Abends essen wir in unserm Lieblingsrestaurant mitten im Dörfchen, es schmeckt noch immer fantastisch. Sehr freundlich wird man hier bedient.

 

Die N-lichste Insel der Dodekanes (Patmos) laufen wir als nÀchstes an, endlich mal mit weniger Wind. Das Apokalypse Kloster auf dem Berg, wird wohl von den meisten Touristen besucht, mich interessiert das aber nicht die Bohne, hab schon genug davon gesehen. Jahrhundertelang war die Insel Schlupfwinkel sarazenischer Piraten.

Tristan und ich mieten mal wieder einen Roller und fahren die Gegend ab. Unser Besuch geht hier von Bord, um sich wieder auf den Heimweg zu machen. An der Hafenmauer treffen wir unsere australischen Seglerfreunde wieder, welche wir in Oinoussa kennenlernten. Das Wiedersehen dauert bis in die frĂŒhen Morgenstunden
.4 Tage bleiben wir in Patmos und warten darauf, dass der Meltemi nachlĂ€sst. Dann endlich beruhigt der Wind sich fĂŒr ein paar Tage.

 

Mit 20 Knoten Wind segeln wir nach Paros. Nach etwa 10 Stunden Fahrt ist der Wind plötzlich weg, als hĂ€tte jemand einen Knopf gedrĂŒckt. Die Welle jedoch ist natĂŒrlich noch da, die wird mal wieder sehr ungemĂŒtlich. Die NISOS rollt krĂ€ftig hin und her, das nenne ich Kotzkurs
..

3 Stunden spĂ€ter erreichen wir Paros, als erstes besuchen wir Naousa im Norden der Insel. UrsprĂŒnglich war der Ort ein kleines Fischerdorf, doch inzwischen ist es recht touristisch geworden. Wir bleiben nur einen Tag, dann segeln wir zum Hauptort von Paros, Paroikia.

Dies ist ein typisch, griechisches, weiss-blaues StÀdtchen, genauso wie man es von Postkarten her kennt.

Beim Besuch der Chora sind wir begeistert von dessen Schönheit. Es scheint, als hĂ€tten sich viele KĂŒnstler hier niedergelassen. Einzigartige Gassen, Ateliers, Shops, Bars und Restaurants die zum Verweilen einladen. Die angeblich schönste Kathedrale der ÄgĂ€is steht hier, die Katapoliani, was soviel wie „die Kirche mit den 100 TĂŒren“ bedeuten soll.

 

Wir verweilen leider nur 2 Tage hier, dann segeln wir zur nĂ€chsten wunderschönen Insel namens Seriphos. Wir mĂŒssen den Meltemi nochmals nutzen, denn ĂŒbermorgen macht der Wind Pause. Seriphos hat wohl die schönste Chora, die man vom Meer aus betrachten kann. Einfach atemberaubend. Der Hafen ist auch hier mehr als voll. Wir ankern also in der Bucht. Vier mal werfen wir den Anker, bis er endlich gefasst hat. Starke Böen kommen hier rein, man sollte sich also sicher sein, dass er auch hĂ€lt. Etliche Schiffe kommen nach uns noch rein, alle haben MĂŒhe beim Ankern.

Am zweiten Tag spazieren wir den Berg hoch zum Dorf, einfach nur schön ist es hier. Wir leisten uns ein nicht ganz gĂŒnstiges essen, welches aber hervorragend schmeckt und somit sein Geld wert ist.

 

Weiter geht’s nach Poros, diese Insel besuchen wir nun schon zum dritten Mal. Mit einem Roller fahren wir auch hier die  Insel ab, man schafft dies locker in einem Tag.

Mit dem Mietauto erkunden wir die Ostseite der Peloponnes. Sehr schön ist die Altstadt von Nafplion.  Nach dem UnabhĂ€ngigkeitskrieg war der Ort eine kurze Zeit lang die Hauptstadt von Griechenland – bevor Athen dazu ernannt wurde.  

Navplion wird auch als Geburtsort von Palamedes angesehen, dem man die Erfindung des Leuchtturms sowie die Kunst der Navigation und des WĂŒrfelspiels zuschreibt. Palamedes gab auch der venezianischen Festung, Palamidi, die man ĂŒber einen gewundenen Treppenweg mit fast 1000 Stufen erreicht, ihren Namen.

 

In Poros bleiben wir einen ganzen Monat. Die Menschen hier sind sehr freundlich zu uns, oft gehen wir essen in der „Meseria“ die einzige dieser Art die wir in Griechenland kennen. Es gibt keine Menukarte, sondern etwa 20 verschiedene Vorspeisen, man sucht sich einfach aus was man mag. Diese schmecken sooo
 fantastisch.

Kent und ich sind 2 Wochen ganz alleine weil Tristan unterwegs ist und seinen MĂ€nnertörn genießt. Ich liege mit der NISOS neben einem kleinen Fischerboot, der Grieche geht bei gutem Wetter tĂ€glich so um die 4 Uhr frĂŒh raus. Meistens ist er um 10 Uhr wieder zurĂŒck.  Wenn ich aufgestanden bin halten wir oft ein kurzes SchwĂ€tzchen.

 

TĂ€glich spazieren Kent und ich auf den HĂŒgel der Stadt und beobachten Schildkröten, ab und zu lĂ€sst sich auch mal eine Schlange blicken. Nach jedem Spaziergang schwimmen wir im Meer, das Wasser hat noch immer sehr angenehme Temperaturen.

Unterwegs lerne ich eine EnglĂ€nderin kennen, die sich hier um die heimatlosen Tiere kĂŒmmert, sie zeigt mir eine HĂŒndin in der Krankenstation die grad von einem einem Auto angefahren wurde und momentan nicht mehr laufen kann, der Tierarzt behandelt jetzt die schwarze Schönheit, hoffentlich schafft sie es.

 

Mit Christian www.carmenyachting.com der hier lebt, und seinem Hund Ziggy verbringen wir viel Zeit. Zusammen machen wir einen schönen Ausflug, ĂŒber die „TeufelsbrĂŒcke“ gelangen wir zu einer tollen Schlucht, sogleich packt uns die Lust auf ein Canyoning, aber natĂŒrlich haben wir keine Seile dabei. Auf Methana steigen wir hoch zu einem schlafenden Vulkan. Kein Mensch begegnet uns hier, es gibt doch nichts Schöneres als die Ruhe der Natur. In Vathy, einem kleinen Fischerdorf bestellen wir mal wieder Tzatziki, schon ewig lange haben wir keinen mehr gegessen.

 

3 Stunden östlich von Poros, ankern wir im Hafen der Insel Ägina. Nur 12 Meilen entfernt von Athen. Ein Hafen den mal wieder das Ankerchaos beherrscht. Auch unserer wird ausgerissen.

Bei Ausbruch des Peloponnesischen Krieges entschied sich die Inselbevölkerung fĂŒr die Seite der Spartaner – ihren Beziehungen zu Athen waren nie die Besten – was nach Beendigung des Krieges die Unterwerfung durch Athen zur Folge hatte. Ägina erlangte danach nie wieder seine wirtschaftliche GrĂ¶ĂŸe und musste die bekannte Serie von Invasoren ĂŒber sich ergehen lassen: Römer, Byzantiner, Sarazenen, Venezianer, TĂŒrken.

Von 1826 bis 1928 war die Stadt die Hauptstadt des neuen freien Griechenlands: Hier wurden die ersten neuzeitlichen MĂŒnzen geprĂ€gt. Ägina gilt als der erste Ort, an dem man nach dem UnabhĂ€ngigkeitskrieg dir griechische Nationalflagge hisste. Sie unterscheidet sich jedoch von der heutigen: Ihre Farben waren Rot und Gold.

Eine einzelne SÀule ist alles, was heute noch an den Tempel der Aphrodite erinnert, der einst das Kap krönte.

Hier, in Aegina, endet unser fast dreijÀhriges Segelabenteuer.

 

DIE NISOS WIRD VERKAUFT:

 

Nach ein paar Tagen im Hafen von Ägina Stadt, segeln wir zur Werft im Norden, wo die NISOS aus dem Wasser kommt, dabei wird leider der Kiel beschĂ€digt, da dies klar ein Verschulden der Werftarbeiter ist, wird der Schaden auf deren Kosten repariert.

 

Dies sind nun die letzten Meilen, die wir mit unserem Schiff zurĂŒcklegen, ein komisches GefĂŒhl liegt uns im Magen. Nach langer Überlegung verkaufen wir unsere geliebte SY NISOS. Klar, das Leben auf einem Segelschiff ist meistens ein Traum, aber trotzdem vermissen wir unsere Heimat, Freunde und Familie, einfach ein Zuhause.

 

2 Tage haben wir Zeit, unsere Sachen aus dem Schiff zu rĂ€umen, bevor die SchlĂŒssel dem KĂ€ufer ĂŒbergeben werden. Da es nicht möglich ist, die Insel mit einem Mietwagen zu verlassen, können wir nur die Dinge mitnehmen, die wir selber tragen können, der Rest muss leider zurĂŒck gelassen werden. 3 Kisten meiner geliebten Klamotten landen im MĂŒll, Autsch, das tut weh. Auch der Flachbildfernseher, Drucker, Kite- und kiteboards, Surfbrett, Gitarre, Playstation, fast all unsere BĂŒcher und vieles mehr muss da bleiben.

 

Wir planen nun die RĂŒckreise in die Schweiz. FĂŒr den letzten Abend in Ägina sucht Tristan uns ein Hotelzimmer, aber mit Hund leider ein hoffnungsloses Unterfangen. Also wird halt ein Auto gemietet, darin verbringen wir die Nacht. Scheisse, es regnet und ist schon ziemlich kalt.

Am Morgen geht’s mit der FĂ€hre nach Athen. Dabei fahren wir an der Werft vorbei, auf der die NISOS nun steht, mit TrĂ€nen in den Augen nehmen wir Abschied.

 

Im Hafen von Athen warte ich mit Kent ein paar Stunden auf Tristan, er muss noch einige BehördengÀnge erledigen, damit alles mit dem Schiffsverkauf in Ordnung geht. Gegen Abend holt Tristan uns endlich ab, er hat sich vom Flughafen einen Mietwagen besorgt. Jetzt fahren wir zum Hotel ins Stadtzentrum, hier ist auch Kent willkommen. (gefunden dank Internet)

Obwohl wir inzwischen total mĂŒde sind, laufen wir noch ein paar Stunden umher, um uns Athen anzuschauen, aber die Stadt gefĂ€llt uns auch beim zweiten Besuch nicht.

 

Mit dem Auto geht’s an nĂ€chsten Tag nach Sivota, nach 6 œ Stunden sind wir endlich da. Die letzten Tage in Griechenland wohnen wir bei Freunden. TagsĂŒber ist es noch herrlich warm, aber sobald die Sonne untergeht, ist es kalt. Die Touristen sind weg und nur wenige Cafes haben noch geöffnet.

 

Mit der FĂ€hre geht’s nach Venedig, 24 Stunden spĂ€ter genießen wir schon die Sonne in Bella Italia. Wir werden zum GlĂŒck abgeholt, nach 5 Stunden Autofahrt sind wir wieder Daheim. Eine sehr schöne Zeit liegt nun hinter uns, tolle Erinnerungen und ein paar gute Freunde werden uns fĂŒr immer bleiben.

 

Nun machen wir und auf Job- und Wohnungssuche. Momentan wohnen wir bei unseren Eltern. Die Jobsuche war relativ einfach, nach 5 Tagen bin ich schon wieder im Gastgewerbe tÀtig. Ein paar Tage spÀter ist auch Tristan am arbeiten, als Taucher im Unterwasserbau.

Die Wohnungssuche ist nicht ganz so einfach, da viele Vermieter keine Hunde mögen.

Nach einer Woche ziehen wir in ein altes Bauernhaus in der NĂ€he meines Heimatortes, aber so ganz glĂŒcklich sind wir hier, trotz der sehr gĂŒnstigen Miete, nicht. Das Haus ist sehr schlecht isoliert und einfach sehr kalt, obwohl der Schnee noch nicht mal da ist. Draußen ist es einfach nur schlammig, d,H. immer dreckige Pfoten und Schuhe, also putzen ohne Ende. Auch der Weg zur Arbeit ist einfach zu weit. Nicht einmal Handyempfang haben wir
.

 

Also geht die Wohnungssuche weiter. Wir haben riesiges GlĂŒck und finden ein Haus in Brunnen am Sonnenhang und mit Blick auf den VierwaldstĂ€ttersee. Nach nur 4 Wochen im Bauernhaus ziehen wir also wieder um, aber es lohnt sich, denn hier sind wir drei nun sehr glĂŒcklich. Wir wohnen jetzt direkt am Wald, einfach die perfekte Lage auch fĂŒr Kent.

 

Seit 3 Monaten sind wir nun schon wieder im Schweizer Alltag und genießen ihn. Im MĂ€rz kann ich zurĂŒck zu meinem Arbeitsplatz, den ich vor der Reise schon hatte. Ich freue mich riesig darauf. Tristan hat auch einen neuen Job bei einer Eventfirma. Wir sind also wahre GlĂŒckskinder

.

Im Moment suchen wir uns ein Wohnmobil fĂŒr den Sommer und vielleicht auch noch 2 MotorrĂ€der

..

 

Niemals werden wir die Zeit auf See vergessen.

Die wunderschönen Inseln in GRIECHENLAND, da kommt man aus dem TrÀumen gar nicht mehr raus.

Die TUERKEI, das Land welches wir voll und ganz ins Herz geschlossen haben und dessen Freundlichkeit alle andern bei weitem ĂŒberragt.

Die Insel ZYPERN, die auch heute noch halb griechisch halb tĂŒrkisch ist und leider stark ĂŒberteuert.

Das heilige Land ISRAEL, das in den Medien schlechter dargestellt wird als es ist, Reisen auf eigene Faust war absolut kein Problem. Unglaublich interressantes Land, Tel Aviv DER hundefreundlichste Ort ĂŒberhaupt.

Unsere Meinung von AEGYPTEN hat sich auch beim zweiten Besuch nicht geĂ€ndert. Das arme Volk das den Tourismus kaum kennt ist ehrlich und nett. Alle andern sind unfreundlich, respektlos, frech, hinterlistig, korrupt, geldgierig. Ein Land das ich auch beim gĂŒnstigsten Angebot nicht mehr betreten werde….. 

 

 

Carpe Diem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Back to Turkey

August 16th, 2009

In Skopelos wird mal wieder ein wenig flaniert. Wir MĂ€dels gehen shopen, ich finde endlich  eine deutsch Ausgabe der „In Touch“ plus die englische „Hello“ Special Edition ĂŒber Michael Jackson. Auf dieser Insel wurde ĂŒbrigens der Film „Mamma Mia“ gedreht, ĂŒberall sieht man Bilder von den Dreharbeiten. Hier essen wir den, was weiss ich wievielten, Pita Gyros. Die Dinger schmecken wirklich sehr gut.

 

Auf der Insel Alonnisos ankern wir erst in einer Bucht, tags darauf legen wir im Hafen an, da mal wieder eingekauft werden muss.1965 erlitt die Hauptstadt ein schweres Erdbeben.

Das Ankerchaos im Hafen beim an- und ablegen betrifft etliche Schiffe, doch das scheint hier zur Tagesordnung zu gehören. Kurz bevor wir wegfahren wollen, checkt Tristan unsern Anker indem er schnorcheln geht. Super, unserer ist frei. Wir wollen gerade los, als so ein Seglerrowdy ins kleine Hafenbecken fĂ€hrt und quer ĂŒber unserer Kette seinen Anker werfen will.

Unser Zurufen, er möge dies doch bitte lassen, wir wollen jetzt weg, ignoriert er großzĂŒgig. Doch hoppla, was passiert, sein Anker fĂ€llt ins Wasser doch dummerweise ohne Kette dran
..WĂ€hrend die Crew das gute StĂŒck raustaucht, können wir nun in Ruhe weg.

 

Verschiedene, herrliche Buchten nutzen wir fĂŒr Badestopps und Übernachtungen auf der Insel Peristera. Nur wenige Schiffe sind hier unterwegs, obwohl die nördlichen Sporaden super sind zum Segeln, da der Meltemi hier in abgeschwĂ€chter Form weht.

Eigentlich wollten wir zur Insel Pelagonisi hoch segeln, ich hab mich dann jedoch dagegen entschieden, weil die Insel vor ein paar Jahren zum Naturschutzgebiet erklÀrt wurde.

Diese ist eine der letzten HeimstÀtten, der im Mittelmeer fast ausgestorbenen Mönchsrobben. So gerne ich diese Tiere gesehen hÀtte, sie in Ruhe zu lassen erscheint mir dann doch viel wichtiger.

1970 wurden vor der KĂŒste mehrere Wracks byzantinischer Schiffe entdeckt.

 

Wir machen uns auf Richtung Osten, zur grĂ¶ĂŸten Insel der nördlichen Sporaden, Skyros. Durch den Meltemi haben sich beachtliche Wellen gebildet. Zwei Tage lang bin ich mehr oder weniger seekrank.

Ich lege mich ins Bett, denn da geht’s mir am besten. Doch irgendwann werde ich unsanft geweckt, als eine Welle mich aus dem Bett schleudert und ich in die gegenĂŒberliegende TĂŒr knalle, Autsch
Somit bin ich wieder hellwach und geh zurĂŒck an Deck.

In der Antike war Skyros ein Königreich. Über die Insel zieht noch heute eine Herde wilder Ponys, Nachkommen einer antiken ZĂŒchtung, Ă€hnlich den Shetlandponys.

In der Ankerbucht schwimmt der „fĂŒdliblutte“ hĂŒbsche Gregor aus Slowenien zu uns rĂŒber und fragt ob wir spĂ€ter mit Kent an die Beach kommen, damit unsere Hunde sich zusammen austoben können, na klar. Bis um ein Uhr frĂŒh sitzen wir fĂŒnf plus Hunde, in der Taverne, wo uns ein echt schlechtes essen aufgetischt wird.

 

Am nĂ€chsten Tag segelt die NISOS zur traumhaften Bucht der Miniinsel Sarakino. Tristan erkundet die Gegend mit dem Hund, Carolin schnorchelt wie so oft durch die Bucht und ich genieße einfach das kristallklare, tĂŒrkisblaue, herrlich erfrischende Wasser. Als alle zurĂŒck an Bord sind, mache ich uns einen Caipirinha und Carolin kocht uns leckere Plinze (Omeletten)

 

Den nĂ€chsten Stop machen wir auf der Insel Psara. Dies war eine der ersten Inseln, die sich gegen die TĂŒrkenherrschaft erhob. Entlang der KĂŒste ĂŒberfielen und plĂŒnderten die Inselbewohner tĂŒrkische Schiffe mit bemerkenswertem Erfolg bis zum Juni 1824. In diesem Jahr kam Hosref Pasha mit einer großen Streitmacht und massakrierte die gesamte Inselbevölkerung.

 

In Ormos Marmaro (Insel Chios) ĂŒbernachten wir zweimal, ein nettes, ruhiges Dorf. Ein Fluss sorgt dafĂŒr, dass der Ort selbst in Sommer grĂŒn ist. Kurz bevor wir den Hafen erreichen, sehen wir nach langem mal wieder eine Caretta Schildkröte an der WasseroberflĂ€che. Doch kaum gesichtet ist sie auch schon wieder weg.

Carolin verlĂ€sst uns hier, da ihr Personalausweis bald seine GĂŒltigkeit verliert. Doch vorher macht sie sich noch auf den Weg nach Istanbul. Caro hat uns diesmal 5Wochen lang begleitet. Sie war ein super Crew Mitglied.

Am zweiten Tag  legen junge Russen neben uns an, diese machen ihrem Ruf alle Ehre. Morgens um 1 Uhr drehen sie, auf Deck ihres großen Motorbootes, die Musikanlage auf und singen lautstark die russischen Songs mit. Wohl noch ziemlich angekatert fahren sie mittags aus dem Hafen und bemerken nicht, dass sie einen Kollegen an Land vergessen haben. Der steht am Pier und findets gar nicht so lustig. Seine Freunde kehren um, um ihn abzuholen, diese können sich kaum erholen vom Lachen.

 

 

Am Dienstag den 28. Juli segeln wir zur Nachbarinsel Oinoussa, Die Insel ist die Heimat der reichsten, griechischen Reederfamilen. Diese leben jedoch heute in New York, London, Paris oder Athen, eben dort wo sich das GeschÀftsleben abspielt.

Wir lernen den Australier Phil kennen, er gewann 1998 das Sydney Hobart Race. Er macht sechs Wochen Segelurlaub auf einer Bavaria
.Seit 2 Tagen sollte uns eigentlich der Meltemi mit Starkwind um die Ohren blasen, aber noch ist er nicht da


Hier gibts keinen Tourismus, nur eine handvoll Segler. UnzĂ€hlige verfallene, einst wunderschöne GebĂ€ude erinnern an eine Zeit, als hier noch mehr Menschen lebten. Wir fĂŒhlen uns sehr wohl hier. Abends spielt Tristan Basketball mit den Einheimischen Jungs, Sport scheint hier eine große Rolle zu spielen. Es gibt auch einen Tennisplatz, der wirklich stĂ€ndig belegt ist, plus eine Seefahrtsschule.

 

Um aus Griechenland auszuklarieren mĂŒssen wir nach Chios Stadt segeln. Der Hafen erweist sich als sehr groß und dreckig.

Hier gibt’s einen LIDL, also nichts wie dahin, der Wein ist nĂ€mlich bald alle.

Als der Meltemi zu blasen beginnt, bildet sich ein Scheissschwell im Hafen. Der Wind genau auf die Schnauze. Um 4 Uhr frĂŒh erwachen wir, als das Heck der NISOS die Hafenmauer leicht kĂŒsst
..Da war ich beim ankern wohl mal ein wenig schlampig. Null Problemo, bei 3 Meter Wassertiefe haben wir 45 Meter Kette draußen, also wird das gute StĂŒck diesmal richtig in den Grund gefahren und wir können wieder schlafen gehen, unser deutscher Nachbar steht auch grad vorn am Bug seines Schiffes, das pfeifen des Windes hat ihn anscheinend aufgeweckt.

Das ausklarieren klappt wunderbar, anscheinend wusste der junge Beamte nicht so genau wie das auschecken mit dem Transit Log funktioniert, somit haben wir ĂŒber 700 Euro eingespart, die wir als, nicht EU BĂŒrger, hĂ€tten zahlen sollen, da wir viel lĂ€nger als 3 Monate im Land waren.

 

Wir verlassen Chios Stadt und segeln mit herrlichen 25 Knoten ins Nachbarland rĂŒber, welches nur einen Katzensprung weit weg ist. Lange Zeit werden wir von großen TĂŒmmlern begleitet, welch herrlicher Empfang in der TĂŒrkei. Kaum liegen wir in der Cesme Marina (mit Marina hat dies nicht viel am Hut) ertönt schon das erste Gebet aus einer Minarette. Ich mag das, es gehört hier einfach dazu. Das einklarieren klappt wunderbar, obwohl man uns sagte dass dies nur mit Agent möglich sei


Beim einkaufen bin ich leicht geschockt, das Kassieren erfolgt ohne VerkÀuferin


Wir mĂŒssen unsere Sachen selber einscannen und dann mit Karte, oder am Automaten, bezahlen. In ein paar Jahren braucht man uns VerkĂ€ufer also auch nicht mehr
.

Dieses Schlamassel haben wir Kunden uns wohl selber zuzuschreiben, denn wir wollen ja stÀndig noch billiger einkaufen, also fÀngt man beim Personal an zu sparen.

Am Abend leisten wir uns ein Festessen im STAR Restaurant, es schmeckt einfach fantastisch. Cesme ist recht touristisch, viele TĂŒrken verbringen hier ihren Sommerurlaub.

Tristan geht gleich am ersten Abend zum Barber, fĂŒr umgerechnet 3 Euro kriegt er eine perfekte Rasur.

 

Nun geht’s sĂŒdwĂ€rts, mit bis zu 30 Knoten Wind segeln wir zur Alacati Bucht, das Mekka der Wind- und Kitesurfer. Hier wollen wir  mal ein wenig Pause vom segeln machen, damit Tristan seinem Hobby, dem Kiten, frönen kann. Doch leider herrscht nach zwei Tagen völlige Flaute.

Eines Nachmittags segelt ein deutscher mit seinem Schiff in die Bucht rein und Tristan sagt zu mir, guck mal, der schein die Bucht zu kennen, zielsicher scheint er seinen Ankerplatz anzusegeln, dem seichten Ufer entgegen. Doch kaum ausgesprochen geht ein Ruck durch das kleine Segelboot und es steht still
..festgefahren, zum GlĂŒck im weichen Schlick. Nach etwa einer Stunde haben die Segler sich aus ihrer misslichen Lage wieder befreit. GlĂŒck gehabt..

 

Die nĂ€chste Bucht heißt Nerkis Liman, tĂŒrkisblaues Wasser und ein feiner Sandstrand finden wir hier vor. Tristan findet beim schnorcheln unzĂ€hlige tote Fische, darunter auch ein paar junge Leopardhaie. Schade, Die Fischer kennen leider kein Erbarmen.

Eine MurÀne kommt aus ihrem Versteck und fÀngt an die Tiere am Grund aufzufressen.

 

Nur 8 Meilen sĂŒdlich ankern wir in der nĂ€chsten Bucht. Kirkdilim Liman heißt sie.

Auch hier herrlich hellblaues, klares Wasser. Ein Papageifisch besucht uns fĂŒr kurze Zeit. Solch einen haben wir bis jetzt noch nie im Mittelmeer gesehen.

Mit dem Dinghi fahren wir an Land, mit dabei unsere Beiden Gasflaschen. Da wir das amerikanische System haben, finden wir oft niemanden, der uns die leere Flasche auffĂŒllen kann, also mĂŒssen wir dies halt ab und zu selber machen. Funktioniert nicht hundertprozentig, aber fĂŒr eine Weile reicht es wieder.

 

Der nĂ€chste Ankerstop ist Samos. Der Hafen von Pytagoria ist randvoll, keine Chance auf einen Platz. Also werfen wir den Anker Draußen. Etwa 30 Schiffe liegen hier, Schluss mit Lustig und viel Platz, ab jetzt muss man sich jedes PlĂ€tzchen erkĂ€mpfen, einsame Buchten sind nun vollgestopft mit Booten, das macht definitiv keinen Spaß mehr.

Wir mĂŒssen in Griechenland nun wieder einklarieren. Die Beamtin knöpft uns doch tatsĂ€chlich Geld ab fĂŒrs frei ankern und dass gleich fĂŒr 2 Tage, obwohl es schon 20 Uhr ist und wir am andern Tag weiter wollen. Wir segeln erst am dritten Tag weiter, kontrollieren tut dies eh keiner. Samos (Pytagoria) gefĂ€llt uns sehr gut, eine große, schöne Hafenpromenade, dazu eine kleine Shoppingmeile mit sehr gĂŒnstigen Preisen, das muss ich doch gleich nutzen.

 

Der nĂ€chste Hafen heißt Porto Agusto (Insel Arki). Nur eine Handvoll Boote finden einen Platz am Pier, wir haben GlĂŒck. Ein herziges Oertchen. 57 Leute sollen hier leben. Wir bleiben 5 Tage und warten bis der starke Wind nachlĂ€sst. Jeden Abend essen wir in der gleichen Taverne, (es hat nur zwei) immer schmeckts vorzĂŒglich. Der Meltemi blĂ€st nun schon ziemlich lange und das fast ohne Pause, so langsam nervts.

Im Ionischen waren wir froh, wenns mal Wind gab, hier ist man happy ĂŒber einen Tag Flaute.

 

ZurĂŒck in der TĂŒrkei (Kusadasi) liegen wir fĂŒr 2 Tage in der Marina. Endlich mal wieder SĂŒĂŸwasser zu Duschen. Auf dem Schiff geschieht dies natĂŒrlich mit Salzwasser. Auch die Haare werden mit Salzwasser und normalem Shampoo gewaschen, was absolut kein Problem ist.

In Kusadasi pulsiert das Leben. Ich bin erst fast ein bisschen ĂŒberfordert mit all den vielen Menschen. Wir verpflegen uns mit Mc Donald, am zweiten Tag essen wir beim Chinesen. Tristan deckt sich mit den neuesten DVDs ein und ich natĂŒrlich wie immer mit Klamotten.

Hier hats einen großen Bazar, fast wie in Istanbul. Herrlich.

Beim ausklarieren sind alle sehr nett, ein Beamte hat eine deftige Alkoholfahne, phu
stinkt das. Wir mĂŒssen zurĂŒck nach Samos da wir Besuch bekommen. Wir Beide sind traurig, die TĂŒrkei schon wieder zu verlassen.

 

Carpe Diem

Jovita, Tristan and Kent

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nördliche Sporaden

Juli 17th, 2009

In Plataria grillieren wir ein letztes Mal mit Fredi, Herbert und Patrizia, deren Hilfe und Gastfreundschaft wir genießen durften, nochmals vielen Dank.

Wir verabschieden uns von Wolfgang und Tina, (euch beide werden wir echt vermissen) dann segeln wir nach Preveza.

Beim verlassen des Hafens in Plataria bin ich sehr traurig und TrĂ€nen kullern mir ĂŒber die Wangen. Mal wieder muss ich, eine mir liebgewonnene, sehr anhĂ€ngliche, StrassenhĂŒndin zurĂŒcklassen mit dem Wissen, dass sie kaum Überleben wird.

In Preveza kommt Carolin wieder an Bord, dieses Mal hat sie kein RĂŒckflugticket gebucht und bleibt vorerst mal einen Monat. Seit Tagen ist das Wetter nicht gerade freundlich, es regnet, blitzt und donnert hĂ€ufig. 2-mal schlĂ€gt der Blitz in unmittelbarer NĂ€he ein und ich erschrecke mich sehr.

Trotz regnerischem Wetter machen wir uns auf den Weg Richtung ÄgĂ€is. Die BrĂŒcke beim Levkas Kanal öffnet sich pĂŒnktlich, fĂŒr eine Stunde machen wir Halt, um in der Stadt einzukaufen. Bei der Weiterfahrt umsegeln wir mal wieder die Onassis Insel Scorpios (betreten verboten) und fragen uns wie diese reiche Familie da wohl gelebt hat.

In einer der vielen Buchten von Meganision ankern wir fĂŒr eine Nacht und sind leicht entsetzt ĂŒber die vielen Boote die hier liegen, obwohl die Saison noch gar nicht richtig begonnen hat.

Am nĂ€chsten Tag erwischt uns wieder eine Regenfront, in der SĂŒdbucht von Astakos werfen wir unsern Ankern fĂŒr eine Nacht, dies wĂ€re eine herrliche Bucht, wenn nicht soviel MĂŒll rum liegen wĂŒrde. Mit Superwind segeln wir nach Mesolongion, eine herrliche Einfahrt ist das hier, ein leichter Mix von Asien und Florida liegt links und rechts von uns.

FischerhĂ€uschen auf Pfahlbauten und eine lange Strasse durch seichte Salzmarschen. In der nicht fertigen Marina gehen wir lĂ€ngs und liegen hier, wie fast ĂŒberall in Griechenland, kostenfrei.

Abends gehen wir ins StĂ€dtchen und sind begeistert. Tolle Restaurants und Bars schmĂŒcken die Gassen, ein Lokal schöner als das andere. Griechenland hat die schönsten Bars ĂŒberhaupt, dagegen ist bei uns zu Hause alles mausgrau.

In der Bucht von Navpaktos ankern wir fĂŒr eine Nacht, der mittelalterliche Hafen soll einer der schönsten Griechenlands sein. Im Mittelalter war die Stadt unter dem Namen Lepanto bekannt, hier rĂŒsteten sich die TĂŒrken vor der Seeschlacht von Lepanto neu aus. Wir laufen hoch zur Burg, welche natĂŒrlich genau heute ihre Tore geschlossen hat. Beim Italiener essen wir ein Gelati, danach segeln wir zur Insel Trizonia, die mit Wein und Oliven bebaut ist. Auch hier, ein nie fertig gestellter Hafen, der mit Schiffen voll belegt ist.

Am gleichen Pier liegt das Theaterboot AMARA ZEE, an Bord leben im Moment 22 Leute aus verschiedenen Nationen, Musiker, SĂ€nger, Akrobaten, Techniker usw. ein Haufen leicht verrĂŒckter, sehr netter Menschen.

Caro wird von einem französischen Pianospieler angebaggert, man(n) muss die kurze Zeit im Hafen schließlich nutzen, denn bald fĂ€hrt jeder wieder in eine andere Richtung.

Den letzten Abend in Trizonia sitzen wir an Bord der AMARA ZEE, www.caravanonstage.com

trinken Weißwein, lauschen den GitarrenklĂ€ngen und plaudern ĂŒber Musik, Theater und allerlei. Um 6 Uhr frĂŒh fahren sie dann los nach Navpaktos, wo 2 bis 3 AuffĂŒhrungen geplant sind.

Die NISOS segelt weiter nach Galaxeidi, im 18.und 19.Jahrhundert war dies ein blĂŒhender Hafen, bis die TĂŒrken dieses Gebiet besetzten und seine Flotten aufbrachten.

wir mieten ein Auto und fahren nach Delphi. Delphi gilt als einer der spektakulÀrsten Orte des klassischen Altertums. In der Antike wurde dieser Ort als Mittelpunkt der Welt angesehen. Am Abend fahren wir mit dem Auto nach Navpaktos, um uns die Show der AMARA ZEE anzusehen.

Das Spektakel entpuppt sich als futuristisches Musical mit ein bisschen Circe de Solei.

Die Aufmachung der Show war super und vor allem eine SĂ€ngerin grandios. Leider zog sich das ganze ein wenig in die LĂ€nge, so dass viele Zuschauer nicht bis zum Ende blieben.

Wir verabschieden uns von den KĂŒnstlern und machen uns auf den Heimweg.

3 Tage bleiben wir in Trizonia und genießen die Ruhe der Insel.

Morgens um 5.30 Uhr segeln wir mit perfekten 20 Knoten Richtung Korinth. Die Stadt sehen wir uns auch dieses Mal nicht an, sondern fahren direkt durch den Kanal von Korinth.

Den Kanal können Schiffe bis 10 000 Tonnen passieren. Er ist 6,3 Kilometer lang, 25 m breit und bis zu 76 Meter hoch. Vermutlich ist dieser Kanal der teuerste der Welt, wenn man es durchschnittlich pro Seemeile rechnet. FĂŒr die NISOS, die 12,74 LĂŒa misst, bezahlen wir 185 EURO. Im August sollen die Preise leicht ansteigen.

Wir segeln ca. 3 Stunden weiter und ankern in der Bucht von Phrangolimano. (Peloponnes).

Heute machen wir einen easy Tag und segeln zur nur 20 sm. entfernten Insel Aegina. Im kleinen Hafen von Perdika, der ziemlich mit Fischerbooten belegt ist, machen wir fest. Niedlich ist es hier (obwohl wir gar nicht viel weiter als bis zum Restaurant kommen)

Abends essen wir auswĂ€rts mit dem Österreicher Christian und seinen ChartergĂ€sten. Nach dem Essen gehn Christian, Tristan und Caro noch eins trinken und kommen so um 4 Uhr frĂŒh zurĂŒck.

Den nÀchsten Tag ankert Die NISOS in der schönen Russian Bay bei der Insel Poros.

Wir schwimmen an Land und essen ein Eis. Am nĂ€chsten Tag wechseln wir den Platz und fahren zur Stadt um dort lĂ€ngs anzulegen. Caro sucht sich einen Strand um zu baden, dabei â€žĂŒbersieht“ sie, dass sie in militĂ€rischem Sperrgebiet schwimmt, sie wird dann bald darauf vom MilitĂ€r darauf hingewiesen und sie muss die verbotene Zone mit einem Beamten verlassen.

Wir mieten ein Auto und fahren nach Athen. Das ist vielleicht eine hÀssliche Stadt, muss man definitiv nicht gesehen haben.

Um 1.15 Uhr frĂŒh, machen wir uns auf zur Insel Euböa. Einen herrliche Sonnenaufgang erleben wir beim umrunden des Kap Ak Sounion. Hoch oben steht hier der Tempel des Poseidon, welcher im Jahr 444 v. Christus erbaut wurde.

Im kleinen Dörfchen Vouphalos wird der Anker fallen gelassen, links von uns liegen Amerikaner, rechts Italiener.

Mittags geht’s weiter nach Chalkis, wo wir im SĂŒdbecken warten mĂŒssen bis die BrĂŒcke sich öffnet. (öffnet sich nur um Mitternacht). Ich geh mit Kent ans Ufer, Tristan erledigt bei der Port Police die FormalitĂ€ten und Caro holt sich einen Burger. Als die Beiden zurĂŒck kommen, sind sie sich einig, dass die Leute in der unschönen Stadt sehr unfreundlich sind.

Kurz vor Mitternacht öffnet sich die BrĂŒcke fĂŒr uns Segler (18 EURO)

Zum GlĂŒck sind wir 3 Schiffe, denn wegen einem Boot hĂ€tten sie die SchiebebrĂŒcke nicht geöffnet.

39.3 m breit ist die Durchfahrt zwischen der Insel Euböa und dem Festland. Der Gezeitenstrom kann bis zu 7 kn erreichen. Hunderte von Menschen beobachten unsere Durchfahrt, scheint eine kleine Abendsensation zu sein.

Um 6.15 Uhr fÀllt der Anker in Ormos A Ioannis Theologes. (Festland) Ein Dorf wie viele andere auch, nichts besonderes.

Einen Tag spĂ€ter ĂŒbernachten wir ein kurzes StĂŒck weiter bei der Insel Atalantis.

Wir nutzen die super WindverhÀltnisse die uns schon lange begleiten und segeln tags darauf zum Kap Ak Kynaion bei Euböa. Etliche kleine Quallen lassen sich hier treiben, so dass wir heute mal nicht baden gehen, obwohl die nicht nesseln.

Am Dienstag den 14. Juli segeln wir nach Oreoi und lassen den Anker im Hafen fallen.

Am Abend freue ich mich auf eine Pizza, die dann aber leider eher nach KĂ€sekuchen schmeckt.

Im Altertum war Oreoi eine bedeutende Hafenstadt. Die Ruinen der Akropolis, die den Hafen einst bewachte, sind oberhalb der Bucht zu sehen. 1965 fanden Fischer einen gewaltigen Marmorstier im Meer, der nun auf dem Platz des Ortes aufgestellt ist.

Dies ist unser letzter Ort auf Euböa. Nachdem 2 Jungs Steine nach Kent geworfen haben und ein alter Fischer sich aufgeregt hat, weil Tristan mit Kent am Pier gespielt hat, bin ich froh, hier wieder weg zu sein.

Mit 22 kn geht’s zur Insel Skiathos. (Nördliche Sporaden) In der Bucht Ormos Koukounaries lassen wir den Anker fallen. Dies soll einer der schönsten StrĂ€nde in der ÄgĂ€is sein. Ja, er wĂ€re wirklich toll wenn da nicht diese Master Crafts wĂ€ren, die alles mögliche hinter sich herziehen. Auch diese Menschenmassen am Strand sind halt gar nicht mein Ding. Caro und Tristan gehen zur Beachbar, ich bleibe viel lieber auf dem Schiff.

Bei der kleinen Insel Tsoungria machen wir einen Badestop und sind begeistert von dem klaren, karibikblauen Wasser. Nach ein paar Stunden motoren wir zur Insel Skopelos, wo wir in einer fjordÀhnlichen Bucht ankern (Ormos Panormou). Jetzt sitze ich gerade im Hafen von Skopelos im Internetcafe und schreibe diesen Bericht fertig. Sorry, wenn ich mich bei einigen von euch so selten melde, aber Internet ist hier Luxus.

Carpe Diem

Jovita, Tristan, Kent

NEU WINTER 2009/10 in KUBA und THAILAND NEU

Juni 15th, 2009

Tristan wird diesen Winter Segeltörns in Kuba und Thailand als Skipper befahren. Mehr auf unseren neuen Webseiten:

www. cubasailing.ch

www. thaisailing.ch

 

Der Sommer ist da…

Juni 9th, 2009

Auf der Fahrt nach Petriti geraten wir in ein Gewitter, die Sicht wird schlecht und der Wind nimmt stark zu. Wir entscheiden uns umzukehren, sollte das Wetter sich nicht beruhigen, da das Liegen an der Mauer bei Schwell sehr ungemĂŒtlich werden kann. Doch wir haben GlĂŒck und das Gewitter verschwindet ebenso schnell wie es gekommen ist.

Wir essen in Leonidas Taverne und bekommen beim bezahlen noch 10 Eier geschenkt.

5 relativ große Fischerboote haben in Petriti ihren festen Platz, die meisten Fischer sind Tunesier oder Marokkaner, öfters sieht man sie auf ihren Teppichen Richtung Mekka beten, von ihnen kriegt Tristan 3 Kilo Sardinen geschenkt.

 

Vor der Stadt Korfu ankern wir etwa eine Woche lang, es ist immer wieder schön durch diese herrliche Altstadt zu bummeln. Endlich ist der Sommer eingetreten und die Sonne lĂ€sst uns ihre WĂ€rme spĂŒren, er wurde aber auch langsam Zeit. In den Cafes trinken wir unsere ersten Frappes in diesem Jahr. (kalter Kaffee).

Zwei Tage lang sind wir Bekannten bei der Arbeit an ihren Booten behilflich, die beiden Segelschiffe bekommen ein neues Antifouling und werden danach noch glÀnzend poliert.

Abends essen wir alle beim Chinesen, es hat uns super geschmeckt.

 

Bei Flaute fahren wir mit drei Booten zum griechischen Festland (Sivota). Tristan sieht eine schlafende Wasserschildkröte, ich hab sie leider verpasst. Kurze Zeit spĂ€ter verfolgen wir einen Fisch der ganz langsam an der WasseroberflĂ€che schwimmt, nur seine RĂŒckenflosse ist zu sehen, ca. einen Meter lang ist das Tier, keine Ahnung was fĂŒr einer das war?

In Sivota ankern wir in einer tĂŒrkisblauen, nur drei Meter tiefen, Bucht. Noch sind wir ganz alleine.

Hier bleiben wir 10 Tage, Tristan und Kent planschen stundenlang im Wasser, mir ist es noch immer zu kalt, schnell bin ich jeweils wieder im Trockenen.

Mit etwas GlĂŒck sieht man griechische Landschildkröten oder noch eher Schlangen, mal braun mal schwarz, ach wie die mich erschrecken können
.ist halt ungewöhnlich


 

An der Hafenmauer von Sivota schimpfe ich mit 2 Albanern, die grad eine Maus ins Wasser geworfen haben, die beiden Bauarbeiter finden es lustig zu zusehen, wie das kleide Tier um sein Leben kĂ€mpft. Zum GlĂŒck herrscht da ein großes Wirrwarr an Leinen im Wasser, somit kann das MĂ€uschen wieder an Land klettern. (Hoffentlich nicht auf die NISOS)

Eines Abends knuddle ich mal wieder einen niedlichen, kleinen Strassenhund, da meint ein Grieche zu mir ich soll diese Hunde nicht anfassen, die seien nicht gespritzt (geimpft) und wĂŒrden Krankheiten ĂŒbertragen, aber hallo, bin ich etwa geimpft? Was sollen diese armen Viecher den ĂŒbertragen, die Schweinegrippe??? Es ist mit Sicherheit gefĂ€hrlicher tote Tiere zu essen als lebende anzufassen
.

Ja…Ja ich weiss, lasst mich doch…..

 

FĂŒr eine Woche bekommen wir Besuch von Caro aus Berlin, sie war in Davos unsere Mitbewohnerin. Endlich mal wieder jemand, der mit mir shoppen kommt, juhui…Wir zeigen ihr ein paar schöne PlĂ€tzchen im Ionischen Meer. Am Tag vor ihrem RĂŒckflug mieten wir uns mal wieder einen Roller (Ich kann diese hĂ€sslichen Dinger nach wie vor nicht ausstehen).

Außerhalb von Korfu werden wir ĂŒberholt von einem Motorrad, dessen GerĂ€usch meine Ohren lieben und mein Herz höher schlagen lĂ€sst
.Na was wohl? Eine Harley Davidson natĂŒrlich
..

 

Nach Carolins Abreise segeln wir zurĂŒck nach Sivota und bleiben auch eine Weile. Hier gefĂ€llts uns sehr gut, auch kennen wir hier nun schon einige, sehr nette Leute. NatĂŒrlich geniessen wir hier auch besonders das Essen, feinste Pizzen Im Meditereano, und mega Essen im Blue Cost, wo Colin , der England/Schweizer arbeitet. Carmen seine Freundin ist gerade eben hierher gezogen.

 

 

Mein lieber Captain lĂ€sst mich mal wieder alleine fĂŒr 2 Wochen. Solange wohne ich in Faskomilia, etwa 14 Km entfernt von Sivota, im Haus von Uwe aus Deutschland. Er ist jedoch erst im Herbst wieder hier.

Die Landschaft hier ist sehr lÀndlich, genau so wie ich es mag. Hier kenne ich auch ein paar Leute, einige besuche ich ab und zu. TÀglich geh ich mit Kent bis zu 4 Stunden spazieren, dabei beobachte ich, die hier lebenden, europÀischen Sumpfschildkröten, herrlich.

Man muss ein bisschen vorsichtig sein, den hier sind auch giftige Tiere beheimatet. Im Haus drin hatte ich einen SCOLOPENDER, ich glaube er gehört zur Gattung der HundertfĂŒssler (gezĂ€hlt habe ich 40 Beine) und der ist giftig (Danke Reto fĂŒr den Hinweis). Schlangen sehe ich ziemlich oft wenn ich unterwegs bin, sie flĂŒchten ja zu GlĂŒck vor dem Menschen wenn sie die Möglichkeit haben. 2 Skorpione hat mir Patrizia gezeigt, die waren bei ihr im Haus drin, allerdings hat sie die vorher getötet gehabt.

Ich schaue jeden Abend unters Bett, ob da auch kein Tierchen drunter ist…

 

Auch hier hab ich mich schon mit  den Griechen angelegt, weil sie ihre Tere behandeln wie Dreck.Hier wird geprĂŒgelt, geschlagen und getreten wie verrĂŒckt. Einer hat sein Schaf immer und immer wieder so grausam getreten, ich bin dann mit Kent hingelaufen, aber es war schon zu spĂ€t, ein Bein war gebrochen.

Ich habe diesem Mann das Schlimmste an den Hals gewĂŒnscht, den keine Kreatur dieser Erde verdient sowas. Solche Bilder gehören hier zum Alltag, Tierschutz gibt es nicht….Wie ĂŒberall auf der Welt schauen  die Leute weg und sagen nichts! Ich war froh dass Kent mit dabei war, den der Typ kam mir gefĂ€hrlich nahe.

 

In der Nachbarsstadt Igoumenitsa hab ich beim Tierarzt was fĂŒr Kent geholt, da möchte ich nicht Patient sein. Halb Praxis, halb Zoohandlung und sehr unordentlich. der Tierarzt sitzt da mit seinen Kumpels und ist am rauchen!!! Immerhin kennt er das Medikament dass ich brauche und gibt mir 6 Tabletten fĂŒr 12 Euro.

 

In 4 Tagen kommt Tristan zurĂŒck, dann werden wir wieder Richtung Osten segeln. Erst AegĂ€is, dann wieder in die TĂŒrkei. in der TĂŒrkei sind die Menschen halt viel, viel freundlicher als in Griechenland, Grund genug um von hier weg zu gehn.

 

 

 

 

 

NISOS wieder im Wasser

April 28th, 2009

Der Winter in der Schweiz war fantastisch, seit Jahren haben wir nicht mehr so viel Schnee gesehen. Unsere Snowboards standen allerdings meistens in der Ecke, da unsere freien Tage ziemlich spÀrlich ausfielen.

In Davos hatte ich das GlĂŒck in einem tollen Team zu arbeiten. Carolin, Linda, Julia und Pete, es war toll mit euch. Aber fĂŒr kein Geld der Welt wĂŒrde ich in dem Restaurant nochmals arbeiten
 Möchtegern Schickimickipeople sei Dank


 

Die letzten Tage in der Schweiz wohnten wir bei Familie und Freunden. Tristan war   nochmals ausgiebig auf der „Piste“ und genoss mal wieder die Brunner und Schwyzer Fasnacht. Da ich die nĂ€rrischen Tage noch nie ausstehen konnte, blieb ich lieber zu Hause bei meiner Nichte Sally und Doggy Kent. Zusammen schauten wir uns die schönen Girls von GNTM an.

 

Viele schöne Stunden haben wir mit Freunden verbracht, ob beim Kafi Zwetschge auf der Rigi, beim Fondue in Lauerz, bei den Bastarden auf der Hofmatt, Tonis Geburtstagsparty in der BudÀ, beim plaudern in der Quartierbeiz in Brunnen, Sushi essen im Muotathal,  Kaffeeklatsch in der Weid, beim Dirty Beats Rockkonzert in Seewen, essen mit den Girls usw.

 

An einem Samstagmorgen machen wir uns also wieder auf dem Weg Richtung SĂŒden. Carla und Mareike sind so nett und fahren mit uns nach Venedig. Wir ĂŒbernachten in einem kleinen, herzigen Hotel und gehen frĂŒh zu Bett, da Tristan sich mit seinem Magen verstritten hat
..warum wohl?

 

26 Stunden dauert die Überfahrt mit der FĂ€hre nach Griechenland, es herrscht mĂ€chtig viel Wind da draußen. Kent schmuggeln wir in die Kabine, da die kleinen Hundeboxen, wie ĂŒblich Draußen, an einem nicht gerade freundlichen und lauten Ort stehen.

 

In Igoumenitsa werden wir von Wolfgang, einem Seglerfreund, abgeholt. Das Wetter ist herrlich warm. In Sivota holen wir seine Frau Tina ab und fahren dann gemeinsam nach Preveza, wo unser und ihr Schiff steht. 10 Tage brauchen wir, bis die Arbeiten am Boot beendet sind. Jetzt geht’s wieder ins Wasser. Die „Aktio“ Marina war uns beiden sympathisch, auf dem Platz traf man tagsĂŒber auf KĂŒhe, bei Sonnenschein auf Schildkröten und nachts konnte man Igel sehn. Doch das wichtigste, die Leute waren stets freundlich.

 

Ein paar Tage liegen wir an der Stadtmauer von Preveza, die Promenade ist vergleichbar mit dem schönen Ascona im Tessin. Die Griechen feiern grad Ostern, eine Woche nach uns.

Wir bummeln durchs StÀdtchen und gönnen uns einen Cappuccino, dazu gibts leckeren Pita-Gyro.

Die Luft ist noch recht kalt,  warm angezogen segeln wir zur „Two Rock Bay“ dies ist eine Bucht mit tĂŒrkisblauem Wasser. Ganz alleine ankern wir da. Da es zum baden aber noch viel zu kalt ist (17 Grad) fahren wir am nĂ€chsten Tag wieder in einen Hafen.

Im Hafen von Plataria bleiben wir ein paar Tage, es ist kalt und regnet ziemlich viel. Brrrrr

Den Ort Plataria mögen wir beide sehr gern, da er noch urchig ist, fĂŒr meinen Geschmack aber leider ein wenig zu Deutsch.

 

Der Hafen gleicht öfters einer MĂŒllhalde, da die Fischer es nicht fĂŒr nötig halten, ihren Abfall jeweils selbst zu entsorgen, es wird einfach alles liegen gelassen. Das ist schade.

Die ins Herz geschlossenen Hunde die hier auf der Strasse lebten sind alle tot, weil dumme Menschen diese fĂŒtterten, was wiederum Ratten anlockte, die sollten also vergiftet werden. Leider gingen auch die Hunde drauf. Es waren ĂŒbrigens nicht die Griechen die das taten


 

Wo man auch hingeht, es wimmelt von Zecken, ganz schlimm. Die ekligen Blutsauger sind so klein, das man sie kaum sieht. Da sind mir die Moskitos also viel lieber.

 

Inzwischen hab ich schon so viele Tzaziki uns Saganaki gegessen, dass ichs schon nicht mehr sehn, geschweige denn essen kann
..Die beste KĂŒche hab ich ja zum GlĂŒck auf der NISOS, denn Tristan ist der beste Koch.

 

An Tristans Geburtstag gibt’s italienische KĂŒche in Mourtos, mit Wolfgang und Tina gehen wir auswĂ€rts essen. Das war sehr lecker.

 

Wir segeln zur Insel Paxos. Im StĂ€dtchen Gaios ist momentan noch nicht viel los, 2 NĂ€chte bleiben wir, dann geht’s weiter zur Insel Korfu. Im freundlichen Fischerdörfchen Petriti (nach wie vor mein Lieblingsort) machen wir als nĂ€chstes Halt.

 

Carpe Diem

Jovita, Tristan, Kent

Winter in Davos

Februar 3rd, 2009

Wir lassen die NISOS in Preveza zurĂŒck und  machen uns auf den Weg in die Schweiz.

Dem Hund zuliebe verzichten wir aufs Flugzeug und nehmen stattdessen die FĂ€hre Richtung Venedig, die Reise dahin dauert 24 Stunden. Das Schiff der ANEK Line ist zum GlĂŒck ziemlich leer, das Wetter tagsĂŒber sehr warm, das Essen wie ĂŒblich nicht wirklich geniessbar.

Venedig erreichen wir frĂŒh morgens, es ist sehr kalt und neblig
Obwohl wir nun schon x mal hier waren, ist die Begeisterung immer wieder groß.

 

Wir machen eine Gondelfahrt mit unsern lieben Freunden, welche die lange Autofahrt auf sich genommen haben um uns abzuholen, danach wird noch ein wenig geshoppt und italienisch gegessen. Nach dem schönen Tag in Italy machen wir uns auf die Heimfahrt. FĂŒr einige Tage wohnen wir „zu Hause“ d.H. bei unsern Eltern.

Es ist schön, nach einem Jahr im Ausland, wieder vertraute Gesichter zu sehen. Endlich kann ich mich mal wieder mit meinen Freundinnen treffen und ein wenig tratschen


 

Die Zeit in der Innerschweiz vergeht sehr schnell. Ende November fÀhrt Filou mit uns nach Davos, wo wir beide eine Saisonstelle im Gastgewerbe antreten.

Wir wohnen im Zentrum von Davos in einer 3-Zimmer Wohnung, zusammen mit Caroline aus Berlin, sie arbeitet im gleichen Betrieb wie Tristan und ich.

Ich genieße die tĂ€glichen SpaziergĂ€nge mit Kent durch den Davoser Schnee, alles ist weiß.

Auf der Piste war ich bis jetzt leider erst viermal, einmal mit dem Snowboard und dreimal mit den Ski. FrĂŒh aufstehen ist halt nicht so einfach, wenn man immer spĂ€t ins Bett kommt
..

Viel Spaß hatte ich beim Schlitteln mit Tommi und Linda auf dem Rinerhorn.

Da will ich nochmals hin.

 

Im Kanton GraubĂŒnden gibt’s zum GlĂŒck noch kein Gesetz, welches die Leinenpflicht an Hunden vorschreibt. Das spazieren gehen ist absolut relaxt und die Menschen reagieren viel toleranter als in der Innerschweiz. Was wir auch super finden ist das Rauchverbot in öffentlichen GebĂ€uden, kein Gestank, kein Brennen in den Augen und kein Husten mehr wegen dem Passivrauchen. Absolut fantastisch
.Danke


 

Noch zwei Monate und wir kehren wieder zu unserer NISOS zurĂŒck. Wir freuen uns schon sehr.

 

Carpe Diem

 

Jovita, Tristan und Kent

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Aegaeis und zurĂŒck ins Ionische Meer

November 4th, 2008

Wir verlassen den sympathischen Ort LIPSO einen Tag nach der HITI (Segelschiff mit der CH Familie Patrik,Monika und den Kids Lynn und Kim) und segeln die Nacht durch nach MYKONOS. Das Touristen-Mekka Griechenland. FĂŒr mich die Insel mit den schönsten HĂ€usern, da diese große Ähnlichkeit mit einem Erdhaus haben, welche mir so gut gefallen. Es soll in Mykonos um die 400 Kirchen und Kapellen geben, es waren wirklich einige zu sehen, als wir mit dem Roller unterwegs waren. Leider verliert Mykonos jeden Charme, da tĂ€glich tausende von Touris durch die engen Gassen strömen. Riesige Kreuzfahrtschiffe legen hier im Sommer an. Mit dabei war auch Easy Cruise (wie Easy Jet). Horrende Preise in den Restaurants und Cafes. Ein Graus. Nichts wie weg
.

 

Vor DILOS ankern wir kurz am Nachmittag, weil Tristan und Alex (Besuch aus der Schweiz) das große Ruinenfeld der antiken Stadt besuchen wollen. Ich bleibe auf der NISOS, da ich schon zu viele „Steine“ gesehen habe und ich mich nicht mehr großartig dafĂŒr interessiere. Gegen Abend legen wir an in einem Hafen von TINOS. Am 15. August 1940 wurde hier der griechische Kreuzer „Helle“ von einem unbekannten, vermutlich italienischen U-Boot, torpediert und versenkt, obwohl Griechenland zu diesem Zeitpunkt nicht am Weltkrieg beteiligt war. Tinos ist DER griechisch-orthodoxe Wallfahrtsort, vergleichbar mit Lourdes. Im Dorf fand ich endlich eine schöne, passende Lampe fĂŒrs Cockpit.

 

In KYTHNOS ankern wir in einer herrlichen Bucht, welche wir ganz fĂŒr uns alleine haben. Tags darauf segeln wir zum Hafen LOUTRA auf der gleichen Insel. Von diesem kleinen Ort sind wir begeistert. Hier gibt’s Thermalquellen (40°-55°C) welche im Altertum von den Griechen und Römern benutzt wurden. TĂ€glich genießen wir ein heißes Bad, welches einfach so aus dem Boden ins Meer strömt. Das macht Spaß. 6 Tage bleiben wir hier und erkunden die Gegend wieder mit einem Roller. Hier lernen wir Kenneth, Melanie und ihr 4 Monate altes Baby, Fritzi kennen. (ein MĂ€dchen)

Sie leben auch schon 2 Jahre auf ihrem Boot, zusammen mit den Hunden Schröder und Shiva aus Spanien. Endlich mal wieder junge Segler. www.umwege.de

 

Weiter geht’s zur Insel HYDRA. Dies war die erste Insel, welche die UnabhĂ€ngigkeits- kĂ€mpfe, mit ihrer beachtlichen Zahl von 150 Schiffen, unterstĂŒtzte. In den 1950er- und 1960er- Jahren kam Hydra als Badeort in Mode und eine KĂŒnstlerkolonie siedelte sich an. Auf der Insel gibt’s keine Autos, nur Lasttiere. Der Hafen Hydras ist schmutzig und klein, das Ankerchaos jedoch groß. Noch nie habe ich so viele Schiffe im „PĂ€ckchen“ liegen sehen. Es gibt viele streunende Jagdhunde und wie ĂŒberall in Griechenland unzĂ€hlige, verwahrloste, kranke Katzen.

 

Auf der Halbinsel POROS liegen wir direkt an der Stadtmauer. Hier machen wir eigentlich nur einen Zwischenstopp, weil uns ein Restaurant empfohlen wurde. Das DIMITRI, endlich kommt Tristan zu seinem ĂŒber 1 000gr. Filetsteak. Seit langem esse ich mal wieder einen griechischen Salat, der aber schmeckte nicht gerade grandios.

 

In VATHY, einem winzigen Fischerdorf auf der Halbinsel METHANON macht man direkt vor den Tavernen fest. Am zweiten Tag liegen wir hier ganz alleine, ohne lautes Chartergejaule. Mit Kent spazieren wir zur Chora, dem Dorfkern(chen). Wir finden einen Tante Emma Laden, der die Bewohner mit dem Nötigsten versorgt. Die alte Frau kommt sofort von ihrem Balkon runter, als sie uns sieht. Da wir uns nicht verstĂ€ndigen können, macht sie ein Telefonat und gibt Tristan den Hörer. Eine englisch sprechende Frau ist am Apparat und fragt nach unseren WĂŒnschen. Dann ĂŒbersetzt sie es der netten, griechischen Frau und wir bekommen das GewĂŒnschte. Brot, Schoggi, SĂŒssgetrĂ€nke und Ouzo. Das gefĂ€llt uns, die nicht von Touristen verseuchten Orte.

 

Im Hafen von Palaia in EPIDAVROS (Peleponnes) bleiben wir 2 Tage, mieten uns einen Roller und besuchen das antike Theater, (14 000 SitzplĂ€tze) welches als das besterhaltene aller antiken Theater in Griechenland gilt. Die Akustik dort ist einfach nur als perfekt zu bezeichnen. Wir machten Die das frĂŒher bloß?

 

Endlich geht’s durch den KANAL VON KORINTH, (6,3 Kilometer lang, 25 m breit und bis zu 76 Meter hoch.) Vermutlich ist dieser Kanal, wenn man es durchschnittlich pro Seemeile rechnet, der teuerste Kanal der Welt, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, ihn mal zu durchfahren. Wir lassen Korinth hinter uns und segeln direkt nach KIATON, dessen Land intensiv mit Wein und Zitronen bebaut wird. Auf der Fahrt hierher sehen wir endlich mal wieder so um die 30 Delfine.  Hier bleiben wir nur ĂŒber Nacht, da uns dieser Ort nicht besonders gefĂ€llt.

 

2 Tage bleiben wir in GALAXEIDI, einem herzigen, kleinen Ort. Im 18. und 19. Jahrhundert war er ein blĂŒhender Hafen – bis die TĂŒrken dieses Gebiet besetzten und seine Flotte aufbrachte. Der Tourismus hier ist bescheiden. Mit dem Bus fahren wir nach DELPHI, das als einer der spektakulĂ€rsten Orte des klassischen Altertums gilt; ĂŒber 1 000 Jahr lang war Delphi der Schauplatz des wichtigsten Orakels im antiken Griechenland, das Sprachrohr des Apolls. Am siebten Tag eines jeden Monats versetzte sich Pythia, eine weise Priesterin, in Trance und teilte den Priestern ihre Prophezeiungen mit, die diese als verschieden auslegbare RĂ€tsel weitergaben. Delphi soll von Zeus gegrĂŒndet worden sein, der diesen Ort zum Zentrum des Universums erklĂ€rte.Ein Stein, der Omphalos, markiert noch immer den Flecken, den die alten Griechen als Nabel der Welt ansahen. 

 

Auf der Insel TRIZONIA bleiben wir erst nur eine Nacht und wollen dann gleich weiter, machen jedoch den Fehler und verlassen den netten Ort an einem Freitag
. (never leave on friday) Kaum am segeln, reißt das 3 Wochen alte Kabel der Genuarolle. Leider ist das Segel, bis es dann endlich eingerollt werden kann, an einigen Stellen zerrissen. Also geht’s zurĂŒck in den Hafen von Trizonia. Die Genua wird also, zusammen mit dem Stahlkabel, ersetzt. Dann warten wir zwei Tage bis der Wind sich beruhigt und segeln weiter.

 

Wir verlassen den Golf von Korinth und gelangen in den Golf von PATRAS, segeln ohne Halt weiter bis nach KIONI (Insel ITHAKA). Von nun an bewegen wir uns wieder in bekanntem Gebiet. Die meisten Restaurants und Shops sind geschlossen, da die Saison so ziemlich zu Ende ist. DafĂŒr hat man jetzt ohne Probleme Platz in jedem Hafen, da kaum noch Charterer unterwegs sind.

 

An der Stadtmauer von LEVKAS legen wir bei Dunkelheit an, kurze Zeit spĂ€ter schickt man uns weg, weil Fischerboote den Platz beanspruchen. Ein paar Meter daneben finden wir einen andern Platz. Ich sehe in der Dunkelheit schon den Schlamm, welcher sich an der Ankerkette befindet, denke mir jedoch, den spĂŒl ich wie so oft mit dem Salzwasserschlauch ab. Doch als ich mit der Taschenlampe genauer hinsehe, ist mir sofort klar, dass dies nicht geht, ohne das ganze Schiff zu verschmutzen. Der Schlickgrund ist so unglaublich dreckig, wie ich es noch nie gesehen habe, als wĂ€re es Teer oder so was. Das schwarze Zeugs hinterlĂ€sst sofort tiefe Schmutzflecken auf dem Vorschiff. Also ziehe ich mir Handschuhe ĂŒber und putze den stinkigen Dreck so gut wie möglich von Hand weg. Am nĂ€chsten morgen wird der getrocknete Rest dann mit dem Schlauch runtergespĂŒlt.

 

Damit man den LEVKAS KANAL passieren kann, wird zu jeder vollen Stunde eine FĂ€hrbrĂŒcke zur Seite geschwenkt. Um 8 Uhr wollen wir da durch. Doch wir sind etwa 30 Sekunden zu spĂ€t. Wir sehen wie sich die BrĂŒcke vor uns öffnet um ein Segelschiff durch zu lassen, sofort wird sie jedoch wieder geschlossen. Also heißt es bis um 9 Uhr warten. Vor der BrĂŒcke werfen wir unsern Anker und genießen das FrĂŒhstĂŒck mit feinen, frischen Sachen von der BĂ€ckerei.

 

PĂŒnktlich um 9 Uhr öffnet sich die BrĂŒcke und wir segeln nach PLATARIA. Wir wollen Leute besuchen, welche wir hier letztes Jahr kennen lernten. Doch nur einer ist noch da
..leider ist er grad im Moment zu Hause in Deutschland. Der Rest hat sich in Griechenland verstreut, wie ĂŒberall auf der Welt wegen kleiner, dummer Streitereien.

Kent findet hier eine neue, super sĂŒĂŸe Freundin, welche wir sofort aufgenommen hĂ€tten, wĂ€ren wir nicht auf einem Schiff. (Das wĂ€re dann schon etwa der sechste Hund oder so
.)

 

Eigentlich wollten wir ein paar Tage bleiben, aber da ja alle weg sind, segeln wir weiter zum Fischerdörfchen PETRITI auf KORFU nach wie vor einer unserer LieblingsplÀtze.

Eine Charter Flotilla legt zum letzten mal an, bevor sie die Saison beenden. Es sind zum Teil die gleichen Guides dabei wie letztes Jahr. Junge, coole Leute.

NatĂŒrlich spazieren wir nach „Old Petriti“ dem kleinen Geisterdörfchen auf dem HĂŒgel. Hier leben nur noch ein paar wenige alte, Menschen.

 

Einen weiteren Stopp im Norden machen wir in BENITSEI auf Korfu, zum letzten Mal  wollen wir einen Roller mieten, aber da die Touristen weg sind, gibt’s keine mehr.

Also fahren wir mit dem Bus in die Stadt  und mieten dort einen fĂŒr 3 Tage. (ich kann die lauten, hĂ€sslichen Dinger nicht ausstehen) Wir besuchen Klaus den TO StĂŒtzpunktleiter und seine Freundin Birgit, die beiden leben schon lange hier auf Korfu. www.sailyoursoul.com

Mit ihnen genießen wir einen netten Abend bei HARRY`S und ein feines Sushi auf der NISOS.

 

GĂ€be es einen Wettbewerb der Unfreundlichkeit, wĂ€ren die Korfioten ganz klar die Sieger. Soviel grimmige Menschen. Bei dieser Unfreundlichkeit kann man sich manchmal ein Lachen echt nicht verkneifen. Ich bin jetzt ĂŒbrigens stolze Besitzerin einer Edelstahl / Teak Gangway. Also eigentlich hab ich das schwere Teil ja fĂŒr Kent gekauft, damit er nun ganz einfach vom Wasser aufs Schiff kommt. Oh Helen, fĂŒr das Geld hĂ€tte ich mir Klamotten ohne Ende kaufen können
..

 

In SIVOTA besuchen wir Wolfgang und Tina mit HĂŒndin LOLA. www.vielmeer.de Dies ist unser letzter Ort, bevor es nach Praveza ins Winterquartier geht. Wir helfen ihnen beim Umzug ihrer Segelmacherei und nehmen gemeinsam an der Regatta in Korfu teil. (starten mit 5 Minuten VerspĂ€tung
..) NatĂŒrlich gibt’s auch fĂŒr die zwei ein feines Essen auf der NISOS. Es gibt jetzt ein Internet Cafe welches letztes Jahr noch nicht da war. Hier verbringen wir auch einige Zeit, um mal wieder in aller Ruhe Mails, Facebook usw. zu checken. Wir warten bis der Wind aus SĂŒd weg ist, dann geht’s nach PREVEZA.

 

In Preveza kommt die NISOS aus dem Wasser und wird Winterfest gemacht. Wir haben keine Lust nochmals einen Winter in einer Marina im Mittelmeer abzuhĂ€ngen um auf den FrĂŒhling zu warten, dafĂŒr sind die Temperaturen abends zu kalt. Also haben wir beschlossen den Winter diesmal im Schnee in der Schweiz zu verbringen. 5 Monate lang werden wir in einem Skigebiet arbeiten, dann sind wir wieder weg!

 

Wir haben wieder neue Fotos veröffentlicht (siehe Fotos “Neue Fotos”)

 

Carpe Diem

Jovita Tristan Kent

ZurĂŒck in die Aegaeis

September 22nd, 2008

Tja, hier ist er endlich, unser neuer Reisebericht, diesmal gibt es jedoch nicht viel zu erzĂ€hlen, da wir nicht weit gekommen sind. Zu schön war es in der TĂŒrkei.

 

Nach Monaten im gleichen Segelgebiet, verließen wir anfangs  September die SĂŒdtĂŒrkei. Immer hatten wir fantastisches Wetter, nie mussten wir mit Starkwind kĂ€mpfen, eher mit Flaute und die Sonne schien jeden Tag, ohne Ausnahme.

 

Ein paar Freunde kamen wieder auf Besuch und genossen mit uns das Abenteuer NISOS. Auf den  MĂ€rkten handelte man die perfekten Fakes runter, Ruinen wurden besichtigt, tolle Wanderwege abgelaufen, Touristenorte besucht, die tĂŒrkische KĂŒche genossen, mĂ€chtig geschnorchelt, relaxt usw.

Inzwischen sind lĂ€ngst alle zurĂŒck in der kalten Schweiz und laufen bestimmt schon in Winterklamotten rum
  Nochmals vielen Dank an euch, es war schön eure bleichen Gesichter mal wieder zu sehen.

Die TĂŒrkei hat uns sehr gut gefallen, Land und Leute sind fantastisch, die Gastfreundschaft ĂŒberall vorbildlich, egal ob Stadt oder Land.

 

Leider ist die Unterwasserwelt so gut wie nicht vorhanden, nĂ€mlich leergefischt. SchildkrötenstrĂ€nde werden, wie in Griechenland auch, zur Touristenzone erklĂ€rt. Hauptsache die Kasse klingelt. Es ist also kein Wunder, dass man diese wunderbaren Tiere nur noch selten zu sehen bekommt.  Auch die Sauberkeit des Wassers und einigen StrĂ€nden lĂ€sst sehr zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Wobei ich mir sicher bin, das auch viele Yachties ihren MĂŒll einfach ins Meer schmeißen. Ein großes Problem ist der Plastik. Abertausende von TĂŒten und Flaschen schwimmen in den Meeren weltweit rum, weswegen Delfine, Schildkröten, Fische und auch Vögel qualvoll verenden, wenn es in deren MĂ€gen gelangt…Traurig


 

Unvergesslich bleibt das Schwimmen bei Nacht, die TĂŒrken nennen es „Yacamos“. Dies ist   fluoreszierender Plankton der herrlich leuchtet, wenn man sich im Wasser bewegt, als wĂŒrden tausende von Diamanten glitzern. Die Wassertemperaturen waren einfach toll, mir ist es ja schnell mal zu kalt, aber nicht diesen Sommer.

 

Jetzt ist die NISOS, mit neuen Segeln, in der ÄgĂ€is unterwegs. Besucht haben wir bis jetzt. RHODOS (Riesen Abzocke im Hafen, jedoch tolle mittelalterliche Stadt, endlich mal wieder Pita Gyro essen). KOS (Einkaufen im LIDL, zuviele Touris, großes Katzenelend). PSEMIROS (kleines niedliches Dörfchen mit Sandy Beach, da haben wir zufĂ€llig eine Bekannte aus Illgau getroffen, unserem Nachbarort zu Hause), KALYMNOS (Heimat der Schwammtaucher). LEROS (Die Verehrung einer Mutter-Gottheit brachte der Insel einen schlechten Ruf ein). LIPSO (freundliches Dorf mit fantastischem Restaurant und einem deutschen Segler am Pier, der meint das Segeln erfunden zu haben, naja, sein Boot heisst HOLGER
..das sagt ja schon alles!) und PATMOS (hier wollten wir das Apokalypse Kloster besuchen, aber nachdem die Charter uns 2-mal den Anker ausgerissen haben, blieben wir lieber in der NĂ€he des Bootes)

 

Einen Teil dieser Reise segelten wir zusammen mit Wolfgang und Ellen. Ihn kennen wir seit unserem Start in Korfu, er lebt schon seit vielen Jahren in Griechenland, Ellen hat Urlaub auf seinem Boot gebucht und macht Urlaub von Berlin. In Patmos lernen wir eine junge Schweizer Family mit zwei kleinen Girls kennen, ein paar Tage besuchen auch wir dieselben Buchten und Inseln. Das macht immer am meisten Spaß, 2 Boote zusammen. Naja, Rennen fahren geht nicht, denn die NISOS ist halt nicht ganz so schnell wie die andern

aber gemĂŒtlich.

 

In der ÄgĂ€is weht der Meltemi, dieser Wind blĂ€st stĂ€rker und oft auch nachts. Da muss man sich wieder daran gewöhnen nach Monaten der Ruhe. Besonders nachts, da fĂ€llt man automatisch nicht mehr in einen Tiefschlaf.  Da wir jetzt öfters wieder in HĂ€fen anlegen (in Griechenland normalerweise gratis)

gibt’s viel „Hafenkino“ zu sehen. d.H. ein Durcheinander der Anker ist da vorprogrammiert. Das freut dann den Captain, wenn er aus seinem Schlaf gerissen wird. Olala..

 

Carpe Diem

Jovita Tristan und Kent

 

 

 

 

 

ZurĂŒck in die TĂŒrkei

Juli 29th, 2008

Die Fahrt von Zypern in die SĂŒdtĂŒrkei verlĂ€uft relativ ruhig.

Ein Containerschiff wird nachts kurz angefunkt, da es seinen Kurs direkt auf uns zuhĂ€lt. Danach gibt’s eine kleine KursĂ€nderung und alles ist wieder im grĂŒnen Bereich. 

Stunden spÀter sind klar und deutlich einige Signale auf dem Radar zu erkennen, jeweils ca. 1 sm voneinander entfernt, von einem Schiff ist jedoch weit und breit nichts zu sehen, was kann das sein? 86 sm nordwestlich von Zypern.

Da der Mond die Nacht erhellt, finde ich mit dem Fernglas schnell raus was es ist. Etliche Fischerbojen, da dran hĂ€ngen Netze, welche wir natĂŒrlich großrĂ€umig umfahren, denn in den Propeller wollen wir die Dinger nicht kriegen.

 

Als meine Nachtwache zu Ende ist, (wir wechseln uns alle 2 Stunden ab) lege ich mich schlafen. Kurz darauf bin ich jedoch hellwach, weil es sich anhört als wĂŒrde jemand heftig ans Schiff klopfen. Sofort eile ich an Deck, wo Tristan mit einer großen Leuchte das Wasser absucht, doch nichts ist zu sehen? Keine Ahnung was das war.

 

So gegen Mittag erreichen wir die kleine griechische Insel Kastellorizon. Mindestens 200 Leute mĂŒssen da wohnen, sonst fĂ€llt die kleine, herzige Insel in die HĂ€nde der TĂŒrken. Ich war im MĂ€rz da, weil ich ein neues Visum brauchte und dies der kĂŒrzeste Weg fĂŒr mich war, um aus der TĂŒrkei auszureisen.

Wir segeln jedoch dran vorbei, direkt nach Fethiye um da einzuklarieren. Eine ganze Woche bleiben wir in der Bucht, da uns das Dörfchen mit dem großen Wochenmarkt sehr gut gefĂ€llt.

Ab und zu sieht man sogar große Schildkröten im Wasser, ich vermute es ist die Caretta.  Aber leider kann man hier nicht baden, da das Wasser ziemlich verschmutzt ist.

 

Weiter geht’s zur Göcek Bucht, wo es uns nicht gefĂ€llt. Zu viele Boote auf engem Raum. Einmal erwache ich nachts um 2 Uhr, wie immer gehe ich dann nach Draußen und mache einen rundum Blick. Zwei Boote driften an uns vorbei, 45 Min. lang schaue ich den Skippern zu, wie sie versuchen die Anker neu zu setzten.

Schon am Nachmittag wurde ein driftendes Boot von ein paar „Nachbarn“ gerettet. Die Eigner waren nicht an Bord und haben sich spĂ€ter recht spĂ€rlich bedankt.

 

Die nĂ€chste Bucht heißt Boynuz BĂŒkĂŒ, wir bleiben 4 Tage und lernen ein paar nette, GeschĂ€ftsleute aus Istanbul kennen, welche jedes Jahr hier 10 Tage Segelferien machen. Mit ihnen schauen wir im Beach Restaurant, zusammen mit vielen anderen, die EURO 08, TĂŒrkei gegen Deutschland. Leider verliert unser Gastland. Schade.

Die nÀchsten Tage verbringen wir in Tersane und der Tomb Bay.

 

Ein paar Tage spÀter machen wir uns auf den Weg nach Marmaris, um Steve, der uns nach Zypern und Israel begleitete, Good Bye zu sagen. Er fliegt nach Australien zu seiner  Frau. Wir bleiben dort ein paar Tage in der Bucht, endlich kann Tristan mal wieder kiten.

 

Bei herrlichem Wind geht’s zurĂŒck nach Fethiye, wo wir einige Segler von Kemer  wieder treffen. Zusammeln genießen wir ein paar schöne Tage, bevor sich unsere Wege wieder trennen. Das Wetter ist fantastisch, zwischen 36° und 40°.

Eines Abends fallen fĂŒr 10 Minuten ein paar Regentropfen, die ersten seit Monaten, das war herrlich. Die nĂ€chsten paar Wochen bleiben wir in dieser Gegend, Freunde  und Verwandte aus der Schweiz kommen zu Besuch.  â˜ș

 

Geoffrey und Emily „PLACEBO“ haben ihre Reise nach Australien, in Port Said, abgebrochen und sind inzwischen wieder hier bei uns. Der (fast neu) gekaufte Katamaran hat sich leider als absoluter Fehlkauf erwiesen. Okay von einer Bucht zur nĂ€chsten, aber untauglich ĂŒber weite Distanzen. Nun wird das Ding wieder verkauft.

Leider muss Emily im September wieder in Frankreich sein, um ihr Medizin Studium fortzusetzen. Schade, mit den Beiden haben wir uns super gut verstanden. .

 

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist unsere Schweizer Flagge endlich grĂ¶ĂŸer geworden, es hat einige Zeit gedauert, aber es gefĂ€llt uns nun doch sehr gut. Vielen Dank unseren Freunden Ueli und Ruth von der SIRU.

 

 

 

 

 

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